Kein Schlussstrich! NSU-Monologe am 31. Januar im SchauSpielHaus

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Die „NSU-Monologe“ erzählen von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer des NSU. Die „NSU-Monologe“ sind dokumentarisches, wortgetreues Theater, mal behutsam, mal fordernd, mal wütend – roh und direkt liefern sie uns intime Einblicke in den Kampf der Angehörigen um Wahrheit.

Bereits bevor am 11. Juli 2018 nach 438 Prozesstagen das Urteil gegen die Angeklagten im NSU Prozess gesprochen wurde, resümierte Frau Ayşe Yozgat, die Mutter von Halit Yozgat, der am 6. April 2006 in Kassel erschossen wurde: „Sie haben wie Bienen gearbeitet, aber keinen Honig produziert“. Die Bundesanwaltschaft und das Gericht haben sich geweigert, das Netzwerk des NSU aufzudecken und die Unterstützung des NSU durch die bundesdeutsche Neonaziszene sowie die Rolle der Verfassungsschutzämter aufzuklären. Es kann kein Schlussstrich unter die Geschichte des NSU gezogen werden, denn die Angehörigen der Opfer verlangen Aufklärung.

Im Anschluss an das Stück findet ein Gespräch mit Ceren Türkmen, Imran Ayata und Anderen statt.

Mit dieser Veranstaltung will die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Süleyman Taşköprü nach dem Urteil im NSU-Prozess das Thema in Hamburg in der Öffentlichkeit halten, damit kein Schlussstrich unter den NSU-Komplex gezogen wird. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der Bühne für Menschenrechte, die die „NSU-Monologe“ entwickelt haben, und dem DeutschenSchauSpielHaus.

deutsch mit englischen und türkischen Übertiteln

almanca – Türkçe ve İngilizce üst yazılı

„NSU-Monologe“

31. Januar 2019

20 Uhr

DeutschesSchauSpielHaus (Kirchenallee 39, 20099 Hamburg)

Tickets:

Eintritt: 10.00 EUR; ermäßigt 5.00 EUR.

Als Initiative möchten wir, dass möglichst viele Menschen die „NSU-Monologe“ hören und sehen können. Menschen, die nicht soviel zahlen können, können sich vertrauensvoll an uns wenden.

>>> Veranstaltungsseite des SchauSpielHaus

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